Fachartikel

Zwei alte Gegner nähern sich an: Naturheilverfahren und Schulmedizin sind gemeinsam wirksam

Appenzeller Zeitung

Die Schulmedizin allein hilft nicht immer. Allein auf Naturheilverfahren zu setzen, ist meist auch nicht gut. Dass nicht nur Patienten, sondern auch Ärztinnen von sich aus beides kombinieren, ist neu, aber vielversprechend.

Die Schulmedizin allein hilft nicht immer. Allein auf Naturheilverfahren zu setzen, ist meist auch nicht gut. Dass nicht nur Patienten, sondern auch Ärztinnen von sich aus beides kombinieren, ist neu, aber vielversprechend.

«Alles hat mit allem zu tun» – davon sind die Ärztinnen und Ärzte der Integralmedizin überzeugt. Die Integralmedizin verbindet zwei Fachgebiete, die es bisher schlecht miteinander konnten: Naturheilverfahren und Schulmedizin.

Der Ansatz ist ganzheitlich: Kein Organ des Körpers arbeitet autonom, alles ist verbunden. Abbas Schirmohammadi, Heilpraktiker für Psychotherapie in Deutschland, definiert Integralmedizin so: «Es ist eine Medizin ohne ideologische Grenzen. Die integrative Medizin kombiniert das Beste aus Schulmedizin und Komplementärmedizin. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte der Patienten und bewirkt vor allem bei chronischen Erkrankungen Heilerfolge.»

Esoterischer wird es bei der sogenannten ganzheitlichen Medizin. Diese kombiniert Naturheilkunde und klassische Medizin mit naturphilosophischen, religiösen, mystischen, esoterischen, systemtheoretischen, psychosozialen und ökologischen Aspekten. Deren Verfechter glauben, dass man, um ganzheitliche Gesundheit erreichen zu können, auch seine Lebensvisionen und Ideale erfüllen muss.

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