Vortragsthemen:
1.) Das Östrobolom – Das zweite Steuerzentrum
Wie die Darmmikrobiota unser hormonelles Gleichgewicht dirigiert
Definition: Was ist das Östrobolom eigentlich? (Die Gesamtheit der Bakterien, die den Östrogenstoffwechsel modulieren).
Der Prozess: Wie Enzyme (wie die Beta-Glucuronidase) Östrogen im Darm „recyceln“. Die Konsequenz: Was passiert bei einem Ungleichgewicht (Östrogendominanz vs. Mangel)?
Lange Zeit galt die Regulation unserer Hormone als reine Angelegenheit des endokrinologischen Systems. Doch die moderne Forschung hat einen entscheidenden Mitspieler identifiziert: das Östrobolom. Diese spezialisierte Gemeinschaft von Bakterien in unserem Darm bildet eine wesentliche Schnittstelle im Östrogenstoffwechsel und fungiert als „zweites Steuerzentrum“ für unseren Hormonhaushalt.
In diesem Referat tauchen wir tief in die faszinierende Verbindung zwischen Darm und Hormonen ein. Wir beleuchten, wie die Mikrobiota darüber entscheidet, ob Östrogene sicher ausgeschieden oder im Körper reaktiviert werden – und welche weitreichenden Folgen eine Dysbiose für die Gesundheit von Frauen und Männern haben kann.
Schwerpunkte des Vortrags:
Die Entschlüsselung des Östroboloms: Was verbirgt sich hinter diesem bakteriellen Netzwerk? Der Recycling-Mechanismus (Beta-Gkucuronidase): Wie Enzyme im Darm den Östrogenspiegel aktiv beeinflussen Hormonelle Dysbalancen: Der Zusammenhang zwischen Darmgesundheit, Östrogendominanz und assoziierten Beschwerden. Vom Darm zum Hormon-Glück: Praktische Ansätze, wie wir unser Östrobolom durch Ernährung, Nahrungsergänzung und Lebensstil gezielt unterstützen können.
Erfahren Sie, warum eine ganzheitliche Betrachtung der Hormongesundheit zwingend im Darm beginnen muss und wie wir dieses Wissen für Prävention und Therapie nutzen können.
2.) Fasten in der Hormontherapie: Erweiterter Fokus: Hormone & Stoffwechsel
Hormonelle Regulation ist untrennbar mit Darmbarriere, Mikrobiom, Insulinregulation und mitochondrialer Funktion verbunden. Ohne diese Zusammenhänge zu berücksichtigen, bleibt jede Hormontherapie begrenzt wirksam. Ein stabiler Hormonhaushalt ist essenziell für metabolische Gesundheit, mentale Leistungsfähigkeit und langfristige Homöostase. Chronischer Stress, moderne Ernährungsgewohnheiten und Mikrobiom-Dysbalancen tragen massgeblich zu hormonellen Störungen bei – bei Frauen wie bei Männern.
Gezielte Fasteninterventionen wirken als starker Regulationsreiz auf:
- Insulin- und Schilddrüsenachsen
- Stress- und Geschlechtshormone
- Darmbarriere & Mikrobiom
- mitochondriale Funktion & metabolische Flexibilität
Gliederung: Die Biochemie des Verzichts:
1. Einleitung: Der metabolische Schalter. Definition: Fasten ist keine Hungerphase, sondern ein physiologischer Zustand.
Das Konzept der metabolischen Flexibilität: Der Wechsel von Glukose- zu Fettverbrennung.
2. Die hormonelle Dirigenten: Das Zusammenspiel
In diesem Hauptteil erklärst du die "Wippe" der Hormone:
Insulin (Der Speicher-Befehl): Warum das Sinken des Insulinspiegels der wichtigste Schlüssel ist, um die Fettverbrennung (Lipolyse) überhaupt erst freizugeben.
Glucagon (Der Mobilmacher): Als direkter Gegenspieler sorgt es dafür, dass Glykogen aus der Leber wieder zu Zucker wird.
Adrenalin & Noradrenalin: Warum wir beim Fasten oft nicht müde, sondern wach und fokussiert sind (Energiebereitstellung).
Wachstumshormon (STH/HGH): Der Muskelschutz-Mechanismus – wie der Körper verhindert, dass er während des Fastens wertvolles Protein abbaut.
3. Stoffwechselwege im Fokus: Glykogenolyse: Die ersten 12–24 Stunden (Lebervorräte). Gluconeogenese: Wie der Körper aus Fett und Proteinen selbst Zucker herstellt. Ketogenese: Die Produktion von Ketonkörpern als "Supertreibstoff" für das Gehirn.
4. Zelluläre Reinigung: Autophagie: Kurzer Exkurs: Wie der niedrige Insulinspiegel den zellulären "Recycling-Modus" (Nobelpreis 2016) aktiviert.
5. Fazit & Zusammenfassung: Fasten als evolutionäres Erbe: Unser Körper ist auf hormonelle Schwankungen programmiert.
Zusammenfassende Darstellung der hormonellen Kaskade.
Du erhältst ein evidenzbasiertes, individualisierbares Werkzeug, das sicher, praxisnah und therapeutisch relevant ist.
3.) Stresshormon Cortisol – zwischen Überleben, Leistung und Erschöpfung
Cortisol ist ein lebenswichtiges Stress- und Anpassungshormon. In physiologischer Balance ermöglicht es Fokus, Leistungsfähigkeit, schnelle Reaktionen und Energiebereitstellung. Nicht Stress macht krank sondern der Verlust des hormonellen Gleichgewichts.
Bei chronischem Stress bleibt Cortisol dauerhaft erhöht. Der Körper verharrt im Alarmzustand. Die Folgen sind Schlafstörungen, innere Unruhe, erhöhte Blutzucker- und Blutdruckwerte, Immunschwäche, Muskel- und Knochenabbau sowie eine reduzierte psychische Belastbarkeit.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Cortisolwert, sondern die Regulationsfähigkeit der Stressachse über den Tag. Ziel moderner integrativer Medizin ist daher nicht die Unterdrückung von Cortisol, sondern die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Aktivierung und Regeneration – die Grundlage nachhaltiger Gesundheit.
4.) Kompakter Grundlagenkurs HRT (bioidentische Hormontherapie) & Diagnostik (3 Stunden):
Der kompakte 3-stündige Einführungsvortrag bietet einen verständlichen Einstieg in die komplexen Zusammenhänge von Zyklusregulation und bioidentischer Hormontherapie. Er unterstützt bei der grundlegenden Einordnung relevanter Laborwerte (Serum- und Speicheldiagnostik) und vermittelt einen praxisnahen Überblick über wichtige Therapieoptionen.
Ein strukturierter Einstieg in Zyklusregulation und bioidentische Hormontherapie:
Themenschwerpunkte:
- Zyklusgeschehen
- bioidentische Hormontherapie
- Wichtige Einzelhormone
- Basiswissen zur Laborinterpretation
- Laborbestimmung: Serum vs. Speichel – Überblick
- Anwendungsfelder in der Praxis: PMS, Perimenopause, Endometriose und Wechseljahresbeschwerden
- Weitere natürliche komplementärmedizinische Therapieoptionen
- Hormonelle Dysbalancen beim Mann
Bioidentische HRT – sicher in der Anwendung:
- Transdermale Therapieformen (Cremes, Gele)
- Orale Therapieformen (Kapseln)
- Dosierungsstrategien, Applikation, Therapiedauer
- Sicherheit, Verträglichkeit und Begleitfaktoren
Du erhältst ein evidenzbasiertes, individualisierbares Werkzeug, das sicher, praxisnah und therapeutisch relevant ist.
Obiettivi del corso
Dein konkreter Nutzen – auf den Punkt gebracht
Diagnostische Sicherheit:
Du lernst, hormonelle Laborwerte zyklusabhängig und kontextbezogen einzuordnen – inklusive einer klaren Differenzierung von Serum- und Speicheltest. Das schafft Sicherheit auch bei komplexen oder grenzwertigen Befunden.
Therapeutische Kompetenz:
Du vertiefst Dein Verständnis für die verantwortungsvolle Anwendung bioidentischer Hormone und lernst, ganzheitliche Ansätze wie Ernährung, Bewegung, Fasten, Darmgesundheit, Mikrobiom und Nahrungsergänzungsmittel gezielt zu integrieren.
Praxisnahe Umsetzung:
Du erhältst klar strukturierte Konzepte und Therapiestrategien, die sich direkt in den Praxisalltag übertragen lassen: realistisch, alltagstauglich und klinisch relevant.
Insegnante
Claudia-Patricia Stepczynski
Date
09. Mai 2026
Orari
9:00–18:00 Uhr
Luogo
Pestalozzistrasse 17
8280 Kreuzlingen
Costi
CHF 99.00
Durata
8 Stunden
Programma
8:00–9:00 Uhr
Einlass & Registrierung, Besuch der Ausstellung
9:00–9:10 Uhr
Begrüssung
9:10–9:40 Uhr
Das Östrobolom: Das zweite Steuerzentrum! Der Einfluss der Darmmikrobiota auf den Östrogenhaushalt – Wie das Östrobolom unsere Hormone und Gesundheit beeinflusst
Referentin:
Claudia-Patricia Stepczynski
Darm-Immuntherapeutin, CEO NATUVISAN NutriHealth GmbH
9:45–10:15 Uhr
Netzwerkpause & Besuch der Ausstellung
10:20–11:25 Uhr
Stesshormon Cortisol – zwischen Überleben, Leistung und Erschöpfung, Hormonregulation im therapeutischen Kontext
Referent:
Dr. med. Philipp K.M. Katumba
Chefarzt SIHLMED Klinik Zürich
11:30–12:45 Uhr
Endokrinologie des Verzichts: Wie Fasten die hormonelle Steuerung des Stoffwechsels verändert.
Referentin:
Nana Susanne Bernegger-Flintsch
Expertin für Fasten-, Präventions- und Ernährungsmedizin
12:45–14:00 Uhr
Netzwerkpause & Besuch der Ausstellung
14:00–15:30 Uhr
Kompakter Grundlagenkurs Teil 1 HRT & Diagnostik
Referentin:
Dr. Sabine Räker-Oese
FÄ für Frauenheilkunde
15:30–16:00 Uhr
Netzwerkpause & Besuch der Ausstellung
16:00–17:30 Uhr
Kompakter Grundlagenkurs Teil 2 HRT & Diagnostik
Referentin:
Dr. Sabine Räker-Oese
FÄ für Frauenheilkunde
Destinatari
Ärzte, Therapeuten, Gesundheitsinteressierte
Requisti
Spass Neues zu lernen :-)
Contatto
Claudia-Patricia Stepczynski
academy@natuvisan.chPreparazione
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Ristorazione
Catering
Organizzazione
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Note
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