In körper- und prozessorientierten Behandlungen können unerwartete körperliche oder emotionale Reaktionen auftreten. Sie lernen, solche Situationen aufmerksam und beobachtungsnah anzusprechen, Sicherheit und Selbstbestimmung zu fördern und freiwillige Stabilisierung niedrig dosiert anzubieten. Anhand von Dialogbeispielen und Fallvignetten üben Sie konkrete Formulierungen, klären die Grenzen Ihres Berufsauftrags und sprechen eine notwendige Weiterleitung respektvoll an.
Kursziele
Die Teilnehmenden:
- nehmen unerwartete Reaktionen wahr und sprechen sie beobachtungsnah an, ohne vorschnell zu deuten.
- fördern mit traumasensibler Sprache Sicherheit, Orientierung, Wahlmöglichkeiten und Selbstbestimmung.
- leiten freiwillige Orientierungs-, Körperwahrnehmungs- und Atemangebote niedrig dosiert an.
- erkennen die Grenzen der Stabilisierung im Rahmen der Komplementärtherapie.
- grenzen ihren Berufsauftrag gegenüber Diagnostik, Traumabearbeitung und Psychotherapie ab.
- sprechen eine notwendige Weiterleitung respektvoll an und beziehen passende Fachpersonen ein.
Kursleitung
Sunahla Nicole Sthioul
Supervisorin, Autorin und Expertin für Komplementärtherapie, Psychologie und Kommunikation.
Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit traumasensibler Begleitung, professioneller Dialogführung sowie der klaren Abgrenzung und Vernetzung mit anderen Fachpersonen.
Daten
Samstag, 19. Juni 2027
Zeiten
08:30–12:00 Uhr
Ort
Webinar mit Präsenznachweis
Kosten
CHF 110.00 für NVS Mitglieder
CHF 110.00 für Mitglieder eines Verbands der OdA KT
CHF 140.00 für Externe
Bitte vermerken Sie bei der Anmeldung, bei welchem Verband Sie Mitglied sind.
Dauer
1 halber Tag à 3.5 h
Kursstunden
3.5 h
Zielgruppe
Komplementärtherapeut*innen sowie Fachpersonen aus körperorientierten, naturheilkundlichen, beratenden oder gesundheitsbezogenen Arbeitsfeldern, die ihre traumasensible Kommunikation und berufliche Handlungssicherheit vertiefen möchten.
Anforderungen
Therapeutische, beratende oder gesundheitsbezogene Tätigkeit oder entsprechende Ausbildung. Bereitschaft, eigene Praxissituationen zu reflektieren. Das Seminar vermittelt keine Traumatherapie und befähigt nicht zur Diagnose oder Behandlung psychischer Störungen.