Kanton Bern prüft Integrative Medizin in der stationären Versorgung

Blüten eines Apfelbaums

Der Berner Grosse Rat hat sich deutlich für die Prüfung integrativer Angebote in den Spitälern ausgesprochen. Der Regierungsrat soll nun klären, wie die Integrative Medizin in die kantonale Spitalplanung einbezogen werden kann.

Der Berner Grosse Rat hat am 2. September 2026 mit 143 zu 5 Stimmen bei 3 Enthaltungen ein parteiübergreifendes Postulat überwiesen. Dieses fordert den Regierungsrat auf, bei der anstehenden Erneuerung der Spitalliste einen konkreten Leistungsauftrag für Integrative Medizin zu prüfen. 

Bedarf erfassen und Angebote weiterentwickeln

Der Regierungsrat soll die stationäre Versorgung mit integrativer und komplementärer Medizin im Kanton Bern systematisch erfassen und beurteilen. Auf dieser Grundlage sollen der Bedarf ermittelt und mögliche Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse sollen in die kantonale Spitalplanung einfliessen. 

Lücke in der stationären Versorgung schliessen

Integrative Medizin verbindet konventionelle medizinische Behandlungen mit komplementärmedizinischen Methoden. Entsprechende Behandlungen werden bereits in einzelnen Spitälern angeboten, häufig als Ergänzung in der Allgemeinen Inneren Medizin oder der Onkologie. Einen eigenständigen Leistungsauftrag für integrative und komplementärmedizinische Behandlungen gibt es auf den kantonalen Spitallisten bisher jedoch nicht.

Noch kein konkretes Angebot beschlossen

Mit der Überweisung des Postulats ist noch kein konkretes Angebot beschlossen. Sie schafft jedoch die Grundlage dafür, den Bedarf und mögliche Formen der Umsetzung genauer zu prüfen.
 

Weitere Informationen: Beitrag des Dachverbands Komplementärmedizin