Die Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) ist weit mehr als ein medizinisches System. Sie ist gelebte Kultur, ein über Generationen gewachsenes Erfahrungswissen. Eine Heilkunst, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht und achtet.
Grundsätze der TEN
TEN denkt Gesundheit nicht mechanisch, sondern beziehungsorientiert. Der Mensch wird nicht auf Symptome reduziert, sondern als Einheit von Körper, Seele und Geist verstanden – eingebettet in Lebensweise, Umwelt und Zeit.
Die Humoralmedizin bildet dabei das ordnende Fundament der TEN in der Schweiz. Sie schenkt Orientierung, ohne Vielfalt zu ersticken. Sie verbindet Methoden, statt sie gegeneinander auszuspielen. Genau darin liegt ihre zeitlose Stärke.
FAQ
TEN steht für Traditionelle Europäische Naturheilkunde – ein naturheilkundliches Medizinsystem mit europäischen Wurzeln und einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis.
TEN = Traditionelle Europäische Naturheilkunde
TEM = Traditionelle Europäische Medizin
Immer wieder stellt sich die Frage, ob im europäischen Kontext nicht konsequenter von
Traditioneller Europäischer Medizin (TEM) gesprochen werden sollte –
analog zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Der Gedanke ist nachvollziehbar. Auch Europa verfügt über ein eigenständiges, historisch gewachsenes Medizinsystem mit klaren theoretischen Grundlagen, diagnostischen Konzepten und therapeutischen Prinzipien.
Warum der Vergleich mit TCM sinnvoll ist
Wie die TCM ist auch die europäische Medizinaltradition
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über Jahrhunderte gewachsen
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systemisch gedacht
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konstitutionsorientiert
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in eine umfassende Natur und Menschenkunde eingebettet
Die Humoralmedizin erfüllt in der europäischen Tradition eine vergleichbare Rolle wie die YinYangLehre und FünfElementeLehre in der TCM: Sie bildet den medizinphilosophischen Rahmen, in dem Diagnostik, Pathophysiologie und Therapie kohärent verstanden werden.
Die TEN ist in der Schweiz als Fachrichtung im eidgenössisch anerkannten Beruf «Naturheilpraktiker*in mit eidg. Diplom» verankert. Sie ist eine von vier Fachrichtungen (Ayurveda‑Medizin, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin TCM und Traditionelle Europäische Medizin TEN) und kann über die Höhere Fachprüfung (HFP) zum eidgenössischen Diplom führen.
Das eidgenössische Diplom wird über die Höhere Fachprüfung (HFP) erworben.
Die NVS unterstützt TEN‑Fachpersonen bei Fragen zur Ausbildung und zum Berufseinstieg. Mitglieder erhalten Informationen zur Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung (HFP) für Naturheilpraktiker*innen und haben Zugang zu vergünstigten Prüfungsvorbereitungskursen.
Auf dem Weg zur eigenen Praxis unterstützt Sie die NVS mit praxisnahen Informationen und Hilfsmitteln – darunter eine hilfreiche Praxisgründungs‑Checkliste zur strukturierten Planung.
A‑Mitglied (mit Anerkennung SPAK)
Für Personen, die Naturheilkunde oder Komplementärtherapie in Teil‑ oder Vollzeit ausüben und die A‑Mitgliedschaft mit Anerkennung der SPAK beantragen können. Als A‑Mitglied werden Sie bei Partner‑Krankenversicherungen und in der Therapeut*innensuche auf unserer Website gelistet.
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B‑Mitglied
Wenn Sie die Anforderungen für die A-Mitgliedschaft noch nicht ganz erfüllen, aber trotzdem von unseren vielfältigen Angeboten profitieren möchten.
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Studentische Mitgliedschaft
Studierende können mit reduziertem Jahresbeitrag beitreten und von allen Vorteilen profitieren.
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Eine Mitgliedschaft bietet praxisrelevante Unterstützung wie Dienstleistungen für den Praxisalltag, Zugang zu vergünstigten Weiterbildungen und exklusiven Angeboten. Zudem profitieren Mitglieder von berufspolitischer Vertretung und regelmässigen Fachinformationen. Für A‑Mitglieder kommt die Anerkennung der SPAK hinzu, die von mehreren Krankenversicherungen anerkannt wird und eine Listung bei Partner‑Versicherungen sowie ein Profil in der Therapierendensuche ermöglicht.
Die Schulprüfungs- und Anerkennungs‑Kommission SPAK ist die Qualitätssicherungsstelle des NVS und überprüft die Professionalität der Mitglieder. Das Qualitätslabel SPAK bestätigt die fachliche Befähigung zur Praxisführung und wird von mehreren Krankenversicherungen, Kantonen und weiteren Stellen anerkannt.